Die Lust am Shoppen wird den Deutschen vermiest

Wieder einmal ist der Konsumklimaindex in Deutschland gefallen. Den Deutschen wird die Lust am Shoppen vermiest durch die hohen Preise für den Sprit.

Eigentlich sieht es ja ganz gut aus, die Löhne steigen, und auch die Lage am Arbeitsmarkt ist momentan gut. Dies sind für gewöhnlich sehr gute Aussichten für einen boomenden Konsum. Dies wird jedoch zunichte gemacht durch die bestehende Inflationsangst und auch die Rekordpreise, die Autofahrer momentan für den Sprit zahlen müssen. Insgesamt glauben die Deutschen, dass sie ganz einfach viel weniger bekommen für ihr Geld, und somit sinkt auch wieder die Kauflaune.

Durch diese hohen Preise wird die Verbraucherstimmung bereits zum zweiten Mal hintereinander getrübt. Die Einkommenserwartungen der Deutschen werden verschlechtert durch die Kosten für die Energie. Dies teilte heute das Marktforschungsunternehmen GfK mit. Gerade bei den Pendlern sei es so, dass sie am Ende des Monats weniger an Geld übrig hätten. Gleichzeitig steige dann auch noch die Angst, dass die Lebenshaltungskosten allgemein steigen könnten. Daher ging der Konsumklimaindex im Mai auf 5,6 Punkte zurück, von zuvor revidierten 5,8 Punkten im April.

Die GfK erklärte, dass sich in den Köpfen der Menschen eigentlich die Erkenntnis durchsetze, dass eine Rezession in Deutschland verhindert werden kann. Somit habe die Konjunkturerwartung zugelegt, und das zum zweiten Mal hintereinander, und auch die Erwartungen an einen stabilen Arbeitsmarkt sind sehr positiv. Zu den Inflationsängsten kommt es aber durch die Höchstpreise an den Tankstellen. Die Konsumenten sehen heute ihre Kaufkraft schon sehr beeinträchtigt, weil sie viel mehr Geld aufwenden müssen von ihrem Einkommen für die Energie, hier ganz besonders Sprit. Das steht dann natürlich nicht mehr zur Verfügung für irgendwelche anderen Anschaffungen.

Ein weiterer Grund scheint auch zu sein, dass die Deutschen wieder mehr sparen, da sich die Finanzlage an den Märkten wieder etwas beruhigt hat. Die Verbraucher misstrauen den Banken nicht mehr so sehr und geben weniger Geld aus als vorher.

Wegen all der Bedenken sei auch der Index für die Einkommenserwartung gesunken, allerdings etwas weniger, als es im Vormonat der Fall gewesen war, so die GfK. Dennoch befinde sich der Index auch weiterhin noch auf einem recht hohen Niveau. Den Marktforschern nach wurden die größten Einbußen verzeichnet im Monat April bei der Neigung zu den größeren Anschaffungen. Dennoch befinde sich auch dieser Indikator noch weiter auf einem recht hohen Niveau.

Auch seitens der Analysten wird beschwichtigt, diese Entwicklung sei wirklich nicht dramatisch. Generell sei die Lage am Arbeitsmarkt in Deutschland gut und bleibe auch so, die Unternehmen stellen wieder ein, und auf die Arbeitnehmer waren gute Lohnerhöhungen, so Thomas Amendt, HSBC Trinkaus. Daher sei dieses etwas schlechtere Konsumklima durchaus verschmerzbar.

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