Die Angst vor der Rezession ist wieder zurück in der Euro-Zone

Eigentlich hatten ja die Experten damit gerechnet, dass die Konjunktur ansteigt, aber es kommt wohl doch anders. Zumindest sagt dies der Einkaufsmanagerindex aus, ein Konjunkturindikator, der im Februar ganz überraschend gefallen war. Somit steigt auch gleich wieder die Gefahr der Rezession in der gesamten Euro-Zone.

Dieser Einkaufsmanagerindex gilt allgemein als ein sehr wichtiger Konjunkturindikator, und dieser fiel in diesem Februar absolut überraschend. Er landete unter einer Marke von 50 Punkten. Das ist die Marke, aber der dann ein Wachstum angezeigt wird. Auch das Barometer für die komplette Privatwirtschaft gab nach, und zwar um 0,7 Zähler, so dass es bei 49,7 Punkten landete. Dieses Ergebnis teilte das Markit-Institut mit, dieses hatte die Umfrage unter Tausenden von Unternehmen durchgeführt. Dagegen hatten die Experten eher mit einem leichten Anstieg gerechnet, der bei 50,6 Zählern liegen sollte.

Der Chefvolkswirt von Markit, Chris Williamson, sagte mit einem Blick auf das erste Quartal dieses Jahres, dass das Bruttoinlandsprodukt wohl stagnieren könne, es sei aber auch möglich, dass es einen leichten Rückgang geben könnte. Schon zum Ende des letzten Jahres war die Wirtschaft geschrumpft, und zwar um 0,3 Prozent. Gibt es in Folge zwei Rückgänge, dann spricht man allgemein von einer Rezession.

Ganz anders sieht es aber wieder einmal in Deutschland aus. Auch hier war es zwar so, dass der Einkaufsmanagerindex fiel, und zwar im einen ganzen Punkt. Dennoch blieb er hierzulande über der so wichtigen Marke von 50 Punkten, ab der ja dann das Wachstum angezeigt wird, in Deutschland lag die Marke bei 52,9 Punkten. Durch diese Umfrage wird auf jeden Fall belegt, dass das deutsche BIP doch wieder leicht wächst, nachdem es im letzten Quartal des Jahres 2011 etwas zurückgegangen war. Dies sagte der Experte Tim Moore von Markit.

Ende des letzten Jahres war die deutsche Wirtschaftsleistung geschrumpft, und zwar um 0,2 Prozent. Die Bundesbank geht nun davon aus, dass durch die globale Konjunkturabkühlung wohl die Produktion von der Industrie, die exportabhängig ist, vielleicht vorübergehend etwas gedämpft wird. Hier sank der Teilindex für die Industrie ein klein wenig, und zwar um 0,9 Punkte auf 50,1 Punkte. Es sei zwar noch so, dass die Firmen ihre Produktion ausweiten, allerdings nicht mehr in demselben Tempo, wie dies im Monat davor der Fall gewesen war. Die Neuaufträge gaben ebenfalls etwas nach, daher gibt es auch nicht mehr so viele neue Jobs momentan. Allerdings soll in Deutschland spätestens im Frühjahr diese Schwächephase überwunden sein.

 

Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

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